Jack Russel Terrier - Beschreibung

Pflegeleicht aber nichts für Anfänger.

Jack Russell Terrier - © Alex Tihonov / stock.adobe.com / #73733937

Der Jack Russel Terrier ist ein kleiner, mäßig kräftiger Hund, der ursprünglich aus Großbritannien stammt. Die unerschrockene und ausdauernde Hunderasse wurde eigentlich für die Fuchsjagd gezüchtet und für diese Aufgabe sogar exportiert. Inzwischen hat sie sich neben dem Einsatz bei der Jagd auch als Familien- und Begleithund bewährt. 

Kopf eines Jack Russel Terrier von der Seite mit Halsband - © CC0 - Pixabay - Yolanda
Herkunft und Geschichte

Woher kommt die Rasse Jack Russel Terrier?

Einem Pfarrer namens John (Jack) Russel verdanken Hundefreunde die Entstehung dieser mittlerweile eigenständigen Rasse. Er war gleichzeitig ein engagierter Hundezüchter. Sein Ziel bestand darin, einen Schlag von Foxterriern zu schaffen, deren leicht raues Haar die Tiere zuverlässig vor der Witterung schützte. Weiß sollte es sein, mit gleichmäßig braunen Abzeichen über den Augen und Ohren sowie oberhalb der Schwanzwurzel. Hinsichtlich der Größe sollte die Rasse der Höhe einer Füchsin entsprechen. Später achtete man auf eine etwas geringere Schulterhöhe. Um 1850 begann der Export des Jack Russel Terriers nach Australien, wo 1972 der Jack Russel Terrier Club of Australia gegründet wurde. Erst 2012 erkannte die FCI die Rasse an.
Jack Russel Terrier in Blumenwiese mit Löwenzahn - © CC0 - Pixabay - jumbojet
Quirliger kleiner Spielgefährte.

Haltung und Pflege eines Jack Russel Terrier und Futter

Der Jack Russel Terrier ist in jeder Hinsicht als pflegeleicht zu bezeichnen, wenngleich er nicht unbedingt als Anfängerhund gilt. Der aufgeweckte Hund möchte nämlich ständig beschäftigt werden, sonst sucht er sich seine Aufgaben allein. Trotz seines "treuen Hundeblicks" und seines geringen Gewichts benötigt er eine souveräne Erziehung, damit man ihn überall mit hinnehmen kann. Da er zu den Jagdhunden zählt, neigt er zum Buddeln in den Blumenbeeten genauso wie zum Verfolgen von Wild. Beides kann ihm sein Halter mit Ausdauer und Konsequenz abgewöhnen. Sowohl die Variante mit dem leicht rauen als auch die mit dem inzwischen auch glatt gezüchtetem Fell benötigt keine besondere Aufmerksamkeit. Die wöchentliche Pflege mit dem genoppten Massage-Handschuh oder mit der Bürste entfernt anhaftenden Schmutz und lockert Verspannungen. Der schmusebedürftige Hund lässt sich die Prozedur im Allgemeinen gern gefallen. Als Futter eignen sich Frischfleisch oder ein hochwertiges Fertigfutter. 
Jack Russel Terrier vor Windrad und Strommasten - © CC0 - Pixabay - Meli1670
Bewegung ist sehr wichtig.

Wohin passt der Jack Russel Terrier?

Aufgrund seiner geringen Größe kann der Jack Russel Terrier in der Stadt genauso wie auf dem Land gehalten werden, wobei er seinen hohen Bewegungsdrang in letzterer Umgebung am besten ausleben kann. Alternativ sollte ihm ausreichend Auslauf geboten werden. Da die Rasse überdurchschnittlich intelligent ist, bieten sich der Besuch der Hundeschule, das Agility-Training oder das Dog-Dancing an. Nach wie vor ist der Hund auch ein guter Begleiter bei der Jagd. 
Hund auf Steinplatten liegend - © CC0 - Pixabay - YvonneH
Robuster kleiner Kerl.

Typische Probleme und Krankheiten des Jack Russel Terrier

Bis auf die Erbkrankheiten Ataxie und Myelopathie, die bei Terriern häufig auftreten sowie bestimmten Augenerkrankungen wie dem Grünen Star ist die Rasse für keinerlei gesundheitliche Probleme besonders anfällig. Dies mag daran liegen, dass sie trotz ihrer Possierlichkeit nie wirklich eine Moderasse wurde. Das bewahrte sie vor der Überzüchtung und somit vor der sorglosen Verpaarung zugunsten der Quantität. Diverse Erbkrankheiten, wie sie heutzutage bei anderen Rassen auftreten, konnten daher vermieden werden. Noch immer ist der Jack Russel Terrier ein widerstandsfähiger Hund. 
Jack Russel Terrier Kopf Nahaufnahme - © CC0 - Pixabay - Counselling
Mutiger Begleiter.

Besonderheiten des Jack Russel Terrier

Der Jack Russel Terrier zählt zu den kleinen Hunden. Dennoch präsentiert er sich Fremden und neuen Eindrücken gegenüber unerschrocken. Wird er nicht zeitig in die richtigen Bahnen gelenkt, kann er einen Beschützerinstinkt entwickeln. Besucher kündigt er zuverlässig an.