Labrador - Beschreibung

Breiter Kopf und süße Schlappohren

Labrador Retriever mit herausgestreckter Zunge - © marinv / stock.adobe.com / #63491320

Der Labrador ist eine britische Hunderasse, die seit dem Jahr 1903 als Labrador Retriever als eigene Rasse anerkannt ist (FC-Gruppe 8, Sektion 1, Standard Nr. 122). 

Die kräftigen, mittelgroßen Hunde mit dem breiten Kopf und den Schlappohren gibt es in den Farben Schwarz, Gelb und Schokoladebraun. Die gelbe Farbe kann dabei von ganz hell bis kräftig sein. Manchmal gibt es innerhalb eines Wurfes Welpen in unterschiedlicher Färbung. Das Fell des Labrador ist kurz, dicht und hat eine wasserdichte Unterwolle. Rüden haben eine Schulterhöhe von 56 bis 57 Zentimeter, Hündinnen 54 bis 56 Zentimeter. Das Gewicht beträgt zwischen 25 und 34 Kilogramm. Mit einer Lebensdauer von 11 bis 13 Jahren kann man bei dem tierischen Familienmitglied rechnen.

schwarzer Labradorwelpe von oben - © CC0 - Pixabay - Free-Photos
Ein fleißiger Fischer.

Herkunft und Geschichte des Labrador

Ursprünglich stammt der Labrador von der Halbinsel Labrador vor Neufundland. Er war dort als St.Johns-Hund bekannt. Er wurde von Fischern zur Hilfe beim Fischfang herangezogen. Die Hunde apportieren gerne und holten aus den Netzen gesprungene Fische mit dem Maul. Da der Labrador ein sehr weiches Maul hat, fügte er der Beute keine Verletzungen zu. Im 19. Jahrhundert brachten Fischer diese Hunde nach England. Von britischen Züchtern wurden sie mit dem Pointer gekreuzt. Der Körper wurde dadurch etwas schmaler. Aus der neuen Züchtung wurde ein Jagdgebrauchshund. 

Aus dieser Zeit stammt die besondere Vorliebe der Labradors für Wasser. Sie finden jede Möglichkeit ins Wasser zu gehen und aufgrund der dichten Unterwolle können sie das auch in der kalten Jahreszeit, ohne dass ihnen kalt wird.
Schwarzer Labrador Nahaufnahme Schnauze und Augen
Wo fühlt er sich wohl?

Passt ein Labrador zu mir?

Ein Labrador ist ein außergewöhnlich menschenfreundliches Tier. Er ist ausgeglichen, freundlich, gutmütig, zutraulich und anhänglich. Einen Labrador bringt nichts so schnell aus der Ruhe und er wird unter normalen Umständen nie aggressiv oder scharf. Durch seine ruhige Wesensart ist er nicht als Wachhund geeignet, er ist dafür zu freundlich. Er liebt und braucht seinen Menschen und dessen Zuneigung. Kinder mag er besonders gerne und ein Labrador ist daher als Familienhund perfekt. 
Labrador Kopf für Sessellehne - © CC0 - Pixabay - Alexas_Fotos
Nur nicht zu viel.

Pflege und Fütterung

Die Pflege eines Labrador ist relativ einfach. Wegen seiner Fellbeschaffenheit haart er kaum. Da er ja Wasser nicht abgeneigt ist, und sei es auch schmutzig, bringt ein Hund dieser Rasse meist Dreck ins Haus.

Den Labrador könnte man als verfressen bezeichnen. Da er aber, wie alle schweren Hunde, zu Erkrankungen der Hüft- und Ellenbogengelenke neigt, muss wirklich darauf geachtet werden, dass er nicht zu schwer wird. 
Labrador läuft auf verschneitem Waldweg - © CC0 - Pixabay - Lepale
Langweilig mag er es nicht.

Haltungsbedingungen für einen Labrador

Auch wenn der Labrador ein sehr ruhiger Hund ist, ist er ein sehr aktives Tier. Er braucht daher Auslauf und vor allem Beschäftigung. Ein Labrador ist dann glücklich, wenn er etwas tun kann. Beschäftigung und Bewegung, geistig und auch körperlich ist für diese Hunderasse wichtig. Es muss ausreichend Zeit vorhanden sein, damit man sich mit dem Tier beschäftigt, dann weicht ein Labrador seinem Menschen nicht von der Seite. Er möchte auch nicht lange alleine sein.
Labradorwelpe in einem Korb - © CC0 - Pixabay - Ryniu1234
Vielseitig einsetzbare Hunderasse.

Besonderheiten des Labrador

Für einen Hund dieser Rasse ist es wichtig, seinen Menschen, seine Familie um sich zu haben, er ist ein Familienhund. Er braucht viel Bewegung, und wenn man das für ihn möglich macht, kann er auch in der Stadt und in einer Wohnung leben. Als Blindenhund, Rettungs- und Drogenspürhund sind Labradors im Einsatz.